Peter Scheiwe: Ein Pfarrer stellt sich vor
57-84-05 – diese Zahlen ergänzen meinen
Eintrag im Personalverzeichnis der Erzdiözese Paderborn. Dahinter verbergen
sich wichtige Eckdaten meines Lebenslaufes und damit auch eine kurze
Skizzierung des Menschen Peter Scheiwe:
1957
wurde ich im sauerländischen Olpe geboren. Mit meinen zwei Geschwistern bin
ich in einem typisch katholischen Milieu aufgewachsen: Mit Gebet in der
Familie, Sonntagsgottesdienst, Meßdienerkarriere und allem was dazu gehört.
Nach Abitur und Theologiestudium wurde ich
1984
in Paderborn durch Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Priester
geweiht. Pfarrer in Schloß Neuhaus und Leiter des Pastoralverbundes bin ich
seit 2005.
Ein wenig mehr möchte ich Ihnen aber dennoch über mich
erzählen. Als Pfarrer beginnt man meist ganz klassisch mit den verschiedenen
Pfarrstationen, die man über die Jahre durchlaufen hat.
Die Pfarrstationen
Nach
meiner Priesterweihe verbrachte ich meine Vikarszeit in Marsberg und in
Witten. Wie die meisten Vikare habe ich mich in dieser Zeit schwerpunktmäßig
mit der Meßdiener-, Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt.
Die
nächsten acht Jahre war ich dann in der Gemeindeleitung verantwortlich für
drei Gemeinden im märkischen Sauerland: Affeln, Altenaffeln und Blintrop. Sie
alle gehören zur Stadt Neuenrade. In dieser Zeit steckte ich viel Energie in
die Renovierung aller drei Kirchen.
Es
folgten acht weitere Jahre in der Seelsorge der Pfarrgemeinde St. Kunibertus
in Wenden-Hünsborn und seit der Gründung des Pastoralverbundes Biggetal im
Jahr 2001 auch der Leitungsdienst für vier weitere Gemeinden in der
Nachbarschaft. In dieser Zeit habe ich mich besonders darum bemüht, die
Kooperation im Pastoralverbund zu fördern.
Die Steckenpferde
Natürlich gibt es Dinge,
die mir besonders am Herzen liegen. Da ist zunächst mein Engagement bei der
Feuerwehr. Es war Zufall, daß gerade ich nach einer Brandkatastrophe als
Seelsorger gerufen wurde. Aber daraus entwickelte sich ein neues Hobby. Ich
ließ mich zum Fachberater Seelsorge der Feuerwehr ausbilden und engagierte
mich außerdem als aktiver Feuerwehrmann in der Freiwilligen Feuerwehr. Zur
psychosozialen Einsatznachsorge meiner Feuerwehrkameraden kam
später die Beauftragung als Polizeipfarrer und damit die
Sorge für die Polizeibeamten in der Kreispolizeibehörde Olpe hinzu.
Über die Jahre habe ich mich immer wieder gern der Kommunionvorbereitung
gewidmet. Ich gehöre zu den Mitautoren der beim Deutschen Katechetenverein
erschienenen „Weggottesdienste in der Kommunionvorbereitung“. Und natürlich
habe ich mich sehr gefreut, daß hier in Schloß Neuhaus die
Kommunionvorbereitung nach eben diesen Prinzipien erfolgt. Wir erklären
unseren Kindern in ihren Weggottesdiensten die unterschiedlichen liturgischen
Zeichen der Heiligen Messe wie zum Beispiel Kreuzzeichen, Gabenbereitung,
Friedensgruß und andere, üben sie ein und feiern sie miteinander. Dadurch soll
erreicht werden, daß Kinder und Eltern in der Heiligen Messe vor allem mit dem
Herzen dabei sein können.
Wichtig
sind mir außerdem der Gedankenaustausch und das gemeinsame Gebet mit meinen
Priesterkollegen. Deshalb treffe ich mich einmal im Monat in der
Priesterbruderschaft Jesus Caritas. Wir kommen im Geist Charles de Foucaulds
zusammen, teilen das Wort Gottes und reflektieren das eigene Leben im sogenannten Bruderschaftsgespräch.
Die Leitgedanken
Welche
Gedanken begleiten mich durch mein Leben – auch an dieser Stelle möchte ich
Ihnen einen kleinen Einblick geben:
Weil
mir mein Dienst für die Gemeinde so wichtig ist, habe ich als Primizspruch
einen Satz aus dem 2. Korintherbrief gewählt: „Wir verkündigen nämlich nicht
uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um
Jesu willen.“ Dieser Leitgedanke ist unter dem Kelch
eingraviert, mit dem ich regelmäßig Eucharistie feiere.
Über
die Jahre sind weitere Betrachtungen hinzugekommen, die für mein Leben
entscheidend und wichtig sind. So zum Beispiel „Die Freude am Herrn ist
unsere Kraft.“ (vergl. Neh 8,10).. Das erinnert mich immer wieder daran, daß
Evangelium frohe (!) Botschaft bedeutet. Ich wünsche mir, daß Glaubensfreude
bei allen Problemen und Sorgen, bei allen Schattenseiten des Alltags in der
Gemeinde Jesu spürbar ist. Deshalb
steht dieses Zitat unter meiner Opferschale.
In diesem Sinne freue ich mich immer wieder, wenn die
Gemeinde zusammenkommt, gemeinsam mit mir die Eucharistie feiert und dabei die
Freude über unseren Glauben erlebbar wird.
Seien
auch Sie eingeladen!
Ihr
Peter Scheiwe