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Liebe Leserinnen und Leser!
„Während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum
Himmel emporgehoben;
sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in
großer Freude nach
Jerusalem zurück,“ heißt es am Ende des Lukasevangeliums
(Lk 24,51f). Auf
den ersten Blick scheint uns dies nicht verständlich zu
sein: Wie kann ich mich
freuen, wenn ein geliebter Mensch mich verlässt, der mir
viel bedeutet hat?
Hier ist keine Rede von Angst machender Leere, von
Gefühlen des
Verlassenseins und der Ratlosigkeit bei den Jüngern,
sondern in „großer Freude
kehrten sie nach Jerusalem zurück“. Ähnliches kennen wir
aus unserem Leben:
Stellen wir uns vor, wir haben etwas sehr Schönes
erlebt: Ein großartiges Fest,
ein frohes sehnsüchtig erwartetes Wiedersehen, ein
schönes Erlebnis. Unsere
Reaktionen: Wir haben nicht geweint, als es vorbei war,
sondern uns über das
gefreut, was wir erlebt haben. Übertragen wir dieses
Erleben auf die Reaktion
der Jünger. Da war wohl kein Platz für Abschiedstränen.
Die Auferstehung, die
Erkenntnis, dass dieser Jesus wirklich Gottes Sohn war,
ist der Grund ihrer
Freude. Es ist eine Freude, die auch unser Herz erfüllen
will.
Den Kommunionkindern in St. Joseph wünsche ich, dass sie
am Fest Christi
Himmelfahrt, dem Tag ihrer Erstkommunion, diese Freude
nicht nur einmalig
erfahren können, sondern ihre ganzes Leben begleiten
wird.
Allen Lesern einen gesegneten Sonntag in der Erwartung
des Heiligen Geistes.
Ihr
Pastor Jörg Klose
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